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Zurueck in der Zivilisation!

Nachdem wir die letzten Wochen von der Aussenwelt abgeschnitten waren, kommt es uns vor wie purer Luxus das Internet zu benutzen. Aber der Reihe nach:

Unser letzter tag in der Klinik verlief ganz erfolgreich. Wir haben ein super Zeugnis bekommen und wurden aus dem Teaching rausgeholt, um bei einer Wiederbelebung zu helfen. Und das war unsere erste erfolgreiche Wiederbelebung,dennoch total afrikanisch: wir waren gerade dabei Herzdruckmassage zu machen als geschockt werden sollte. In dem Moment, als die Pedals auflagen fiel der Strom aus!Wir standen einige Minuten voellig im Dunkeln bis der Notfallgenerator ansprang. Das war vielleicht hektisch. Aber sie hats ja geschafft...

Ein Tag spaeter hatten wir dann unser Clinic-Bye-Bye-Braai(Abschiedsgrillen mit den Klinikleuten)in der Lodge. Die Vorbereitungen waren echt stressig und unser Star war ein 2,5 Kilo schweres T-Bone-Steak. Die Feier war aber echt schoen und alle waren satt und betrunken. Jetzt koennte man meinen, dass wir nach 10 Stunden Dauergrillen ins Bett gefallen sind, nur wurden uns zwei kleine Kinder dagelassen(Antonio 10 und Keisha 6), die bei uns im Zimmer geschlafen haben. Als wir am naechsten Morgen frueh geweckt wurden blieb uns nichts anderes uebrig als uns ein Programm fuer die Kinder auszudenken, bis die Eltern wieder da sind. Im Zuge dessen waren wir unter anderem im Supermarkt(statt Suessigkeiten gab es Comic-Zahnbuersten). Und auf dem Rueckweg lag doch glatt eine bewusstlose Frau auf der Strasse und keiner hat angehalten.Alle Autofahrer sind einfach nur im grossen Bogen um sie herum gefahren. Uns blieb also nichts anderes uebrig als anzuhalten, die Kinder im Auto einzuschliessen und wieder mal erste Hilfe zu leisten. Der erste Passant meinte doch allen ernstes, dass wir sie liegen lassen sollen, da sie eh tot sei. War sie aber nicht, sie hatte Puls und Atmung. Zum Glueck lag sie gegenueber eines Krankenhauses und wir konnten sie dierkt weiterleiten.

Am naechsten Tag sind wir dann nach East London aufgebrochen, allerdings erst nach einem grossen Showdown, weil uns Robyn(drogenabhaengige Wahnsinnige)aufgedrueckt wurde. Nach grossem Streit sind wir dann einfach mit Bongani zum Flughafen gefahren in der Hoffnung, dass sie es zeitlich nicht schafft. Leider ist sie in den letzten 5 Minuten dann doch aufgetaucht und wir hatten sie zehn Tage an der Backe. Eine Nacht waren wir dann in East London und dann gings auf abenteuerlichen Wegen nach Bulungula. Die letzten zwei Stunden der 6stuendigen Autofahrtwar nur mit einem Jeep moeglich, weil es absolut keine Strasse war und wir dachten mehrmals, dass das gesamte Auto einfach umkippt. Bulungula selbst war aber die Reise wert. Wirklich ein Ort, von dem man nicht gedacht haette, dass er ueberhaupt existiert. Die Lodge ist eingegliedert in eine Xhosa-Gemeinschaft, in der die Menschen noch Leben wir vor 100 Jahren. Alles ist "Eco-friendly". Das bedeutet Feuer machen fuer eine warme Dusche, die wenige verfuegbare Elektrizitaet kommt aus Solarzellen und einem Windrad, Toiletten ohne Spuelung(sondern mit Erde zum draufschaufeln)und das ist verglichen mit den Menschen dort alles purer Luxus und nur fuer die Touristen. Davon abgesehen ist die Landschaft unbeschreiblich schoen.

Nach einer knappen Woche hatten wir von Robyn aber so die Schnauze voll, dass wir fuer die letzten drei Tage nach Chintsa gefahren sind. Leider ist sie uns doch allen Ernstes gefolgt. na ja, trotzdem war es schoen dort. Totales Erlebnis wieder einkaufen gehen zu koennen und Internet zu nutzen(allerdings funktionierte diese Seite nicht und die Schnelligkeit erinnerte an die Anfaenge des Internets).

Danach waren wir fuer einen Tag wieder in Kapstadt und dachten juhu, endlich koennen wir das Internet wieder normal nutzen. Genau in dem Moment gabs dan naber einen Stromausfall, der Schlimmste seit langem, von dem die ganze Stadt betroffen war.

Am naechsten Morgen sind wir dann mit dem Auto Richtung Namibia aufgebrochen. Nachdem wir aus Kapstadt raus waren sind wir nur noch durch absolute Einoede gefahren mit winzigen Doerfern hier und da. Abends kamen wir dann an der Grenze zu Namibia an, von wo aus unsere 4taegige Rafting-Tour auf dem Orange River startete. Insgesamt super schoen und viel Spass, es war super heiss und wir sind ungefaehr 30 Mal am Tag im Fluss chwimmen gegangen, natuerlich nur zwischen den Stromschnellen. Das Wasser hatte Badewannentemperatur und wir haben 2 Tuben Sunblocker in 72 Stunden verbraucht. Nachdem wir 3 Naechte unter freiem Himmel verbracht haben, haben wir allerdings bemerkt, dass wir nur bedingt Naturmenschen sind und dann doch ein normales Bett einem umgedrehten Kanu bevorzugen. Vom Basis Camp haben wir uns dann schnellst moeglich nach Namibia aufgemacht , wo wir unsere erste Nacht in der Mitte von Nirgendwo in einer Lodge verbracht haben. Die Lodge hiess einfach mal The White House, der Besitzer Adolf und der Hund war rassistisch, das er nur schwarze Menschen angefallen hat. Seit gestern sind wir dann in Windhoek, der hauptstadt von Namibia. Der Weg hierhin geht durch die endlose Savanne mit rotem Sand, Felsen und einer einzigen schnurgeraden Strasse.

Morgen werden wir dann Gert (unser Patenkind)das erste Mal treffen. Als Fussballfan bekommt er natuerlich ein deutsches Trikot von uns. Wir sind echt schon gespannt...mehr dazu und zu unserem Aufenthalt im Etosha Nationalpark beim naechsten Mal :-)

Euch allen ein schoenes WE, liebste Gruesse von Alina und Michael

7.2.08 18:02


Das Ende naht...

...nur noch 2 Tage PJ! Dann sind wir endlich frei und koennen reisen. So wirklich ist der Alltagstrott aber eh nicht mehr eingekehrt nach den Festlichkeiten und Rosas Besuch hier.

Unsere Reiseplanung nimmt langsam Gestalt an. Naechste Woche Montag fliegen wir nach East London(Ost-Kueste von Suedafrika), um von dort aus weiter nach Umtata und Bulungula(das Paradies) zu fahren. Wie jedes Paradies ist es leider schwer zu erreichen, es fuehren noch nicht einmal normale Strassen dorthin. Aber es soll traumhaft schoen dort sein, angeblich. Nach 10 Tagen gehts fuer eine Nacht zurueck nach Kapstadt und dann mit dem Auto in Richtung Norden bis zur namibischen Grenze. Dort fliesst der Orange River, auf dem wir eine 4taegige Raftingtour machen. Danach gehts weiter nach Windhoek, wo wir unser Patenkind treffen und die Lebens-und Arbeitsbedingungen pruefen wollen zwecks spaeterem Auswandern.Ein paar Stunden noerdlich davon liegt der Etosha-Nationalpark, in dem wir ein paar Tage bleiben werden. Der Rest steht noch offen, nur muessen wir am 21.Februar wieder in Kapstadt sein, weil dann Michis Eltern hier sind und wir dann ja auch leider langsam mal wieder nach Deutschland fliegen muessen. Frage mich, wie schnell wir uns wieder an die deutschen Gegebenheiten gewoehnen werden, wir sind hier schon etwas verkommen ;-)

Viele Gruesse von Alina und Michi

@Vera: Ich hoffe du bist wieder vollstaendig genesen! Die Zwillinge sind ja echt suess. Liebe Gruesse

16.1.08 21:06


Frohes Neues Jahr...

wuensche ich euch allen! Ich hoffe, ihr seid gut reingekommen. Bei uns war es sehr beschaulich, aber schoen. Sind in der Lodge geblieben, haben viel getrunken und uns ueber komische andere Gaeste hier lustig gemacht. Ansonsten ist unser kurzer Urlaub leider vorbei und wir muessen morgen wieder nach 10 freien Tagen in die Klinik. Aber nur noch gut zwei Wochen, dann ist das gesamte PJ zu Ende! Wir koennen es kaum erwarten nicht mehr umsonst arbeiten zu muessen.

Ansonsten haben wir in letzter Zeit richtig die freien Tage genossen mit vielen Strandtagen(sind alle ziemlich braun)und natuerlich den wichtigstens touristischen Sachen hier in Kapstadt(Tafelberg, Maerkte, Aquarium, Robben Island...). In 1 1/2 Wochen faehrt Rosa ja auch schon wieder...und fuer uns gehts ab dem 21.1. auf Reisen!

Euch allen einen guten Start in 2008! Bis bald, liebe Gruesse,

Alina und Michi

2.1.08 19:45


Es Weihnachtet sehr

Da wir leider seit einigen Wochen in einem Internettechnischen Schwarzen Loch leben war es uns bis jetzt nicht moeglich euch allen Frohe Weihnachten zu wuenschen. Jetzt aber:

 Euch allen nachtraeglich ein frohes Weihnachtsfest!

 

 

Wir kuerzen die letzten Wochen mal ein bisschen zusammen. Das Highlight war dass wir fuer kurze Zeit die Eltern eines super suessen kleinen Hundes (engl.: Puppy) waren. Wir haben Ihn bei einer Nachbarin von Thembile (einer der Lodge Leute) in Khaylitsha abgeholt. Die ersten paar Tage hat er bei uns im Zimmer geschlafen und ca. 2-3 Mal pro Nacht auf Toilette gemusst. Natuerlich mit anschliessendem halbstuendigen Spielen. Tagsueber war er dann der Sonnenschein der ganzen Lodge immer mit vor Aufregung umherwedelndem Schwanz rannte er allem hinterher was Spiel und Spannung versprach. Das "wedeln" hat ihm dann auch seinen Namen gegeben: "Pitshu" (heisst auf Xhosa wedeln). Wir hatten den Kleinen fuer knapp zwei Wochen bei uns in denen er unser Leben hier fast vollstaendig bestimmt hat. Wir haben super Sachen mit ihm gemacht, wie Waldspaziergaenge und Strandbesuche. Zu Weihnachten haben wir Ihn dann als Geschenk an eine Familie abgegen und die Trennung war echt hart. Darueber hinweg haben uns vor allem Ginger & Fred geholfen, zwei kleine Katzen die wir (auch aus Khaylisha) in die Lodge geholt haben. (Bilder folgen)

Mittlerweile ist jetzt auch Alinas Mutter hier und wir konnten zu dritt Weihnachten nach deutschen Regeln feiern (am 24., Geschenke gibts abends und so.)Ansonst haben wir jetzt ein paar Tage frei und einen Sonnenbrand. Bald steht ja schon wieder Stress mit Silvester an.

 Falls wir uns nicht mehr hoeren:

Kommt gut ins Neue Jahr, lasst es euch gut gehen! 

 

27.12.07 18:36


Es weihnachtet...

...na ja, bei uns eher weniger, aber wenn ich die Augen schliesse und es mir ganz fest vorstelle, sehe ich den deutschen Dezember vor mir:-)

Bin etwas schreibfaul geworden, aber irgendwie war hier die letzte Zeit so viel los. Michi ist gerad wieder handwerklich taetig(er baut ein Moskitonetz vor unser Fenster, diese bloeden Viecher haben uns die lezten Naechte echt den Schlaf geraubt)und da nutze ich die Zeit doch auch schnell, bevor wir nachher Essen gehen.

Irgendwie weiss ich gar nicht genau was wir alles seit meinem letzten Eintrag gemacht haben. In Stichpunkten: wir haben einiges in der Lodge mitgeholfen, z.B. haben wir fuer 20 Gaeste gekocht:das was wir am Besten koennen: das Fischrezept von David und Verena:-) mit dem Unterschied, dass wir pro Person nur 2,50 Euro zu Verfuegung hatten. Und haben nur 1,90Euro pro Person verbraucht und das Essen war koestlich. Der Nachteil war, dass uns einige danach fuer Personal gehalten haben, uns tagelang auf den Keks gegangen sind wie dies und jenes geht, bis wirklich der Letzte geschnallt hat, dass wir auch nur Gaeste sind. Na ja, letztendlich haben wir das alles fuer Hannes(den Lodgebesitzer)gemacht, mit dem wir uns echt gut verstehen.

Dann mussten wir leider mehrere Abschiede feiern von Leuten, die seit unserem ersten Tag hier waren und mit denen wir echt viel Spass hatten. Das Highlight war ein Abeschied von einem Amerikaner(der erste Amerikaner, den wir wirklich mochten), zu dem wir eine Krankenschwester aus der Klinik mit ihrem Mann eingeladen haben. Sie hat uns im OP die Ohren voll gejammert, dass sie seit Jahren nicht mehr richtig raus war(2 Kinder)und so haben wir sie spontan mitgenommen.

Ansonsten waren wir echt busy Weihnachtsgeschenke fuer die Leute hier kaufen. Dieses Jahr werden wir wohl erheblich mehr verschenken als wir selber bekommen.

Arbeitstechnisch haben wir so langsam gar keine Lust mehr und sind froh, dass bald ein Ende in Sicht ist. Momentan sind wir wieder in Delft und flicken fleissig Leute zusammen(heute war Tag der Ueberfaelle und Angriffe, teilweise nur fuer 50 Cent).

Wir(Michi ist mittlerweile dazugestossen)wuenschen euch allen eine schoene Adventszeit mit Weihnachtsmaerkten, Gluehwein und so

Liebe Gruesse, Alina und Michi

11.12.07 18:01


Sonntag Morgen

Waehrend Michi im Garten an einem Zaun rumwerkelt und ich darauf warte, dass wir endlich zum Strand koennen, nutze ich doch mal die Zeit die Seite mit neuen Informationen zu fuettern.

Irgendwie erleben wir jeden Tag so viel, dass ich nach einer Woche schon wieder die Haelfte vergessen habe. Also, lezten Sonntag sind wir auf den Tafelberg geklettert, dieselbe Route wie letztes Jahr und ich hatte echt ganz vergessen wie anstrengend das war! Die letzten Meter wollten sich meine Beine einfach nicht mehr bewegen, aber der Ausblick hat sich gelohnt! (Keine Angst Mama, wir fahren auf jeden Fall mit der Seilbahn hoch)

Die Woche ueber waren wir dann in Helderberg(frueher Hottentots Holland), eine weitere deprimierende Klinik in den Townships. Von den Patienten her nichts wirklich neues: HIV, Tuberkulose, Schnittverletzungen, Tuberkulosen-Abzesse usw. Michi hat ein Augenlid wieder zusammengenaeht, das fand ich so ekelig, dass ich nur assestieren konnte. Komisch, dass einem manchmal ein offener Bauch nichts ausmacht und mir dann bei einem zerschnittenen Augenlid schlecht wird. Das Schlimmste, was wir in der Woche allerdings gesehen haben, war, dass einem Mann ein Hoden bei vollem Bewusstsein und nur maessiger Schmerzmedikation rausgenommen wurde. Kein schoener Anblick und totale Schlamperei von den Aerzten. In Dtl. wuerden die sofort angezeigt werden. Die Unfaelle, die man immer wieder auf den Autobahnen sieht, sind auch nicht schoen. Das Problem ist, dass die Leute aus den Townships staendig einfach so ueber die Highways laufen und manchmal erwischt es halt einen...

Aber genug davon, Kapstadt hat auch sehr viele schoene Seiten! Klamotten einkaufen gehen kann man hier super;-) Ich hoffe, dass Rosa einen nicht allzu volle Koffer mitbringt, damit sie einiges von uns schonmal mitnehmen kann. Und gestern waren wir zum Grillen bei Timbale(einem Mitarbeiter der Lodge)eingeladen. Er wohnt in dem groessten Townships Kapstadts: Khayelitsha. Ungefaehr 2 Millionen Menschen wohnen dort. Na ja, und dann waren wir halt bei einem echten afrikanischen Braai (=Grillen, hier sagt irgendwie keiner BBQ). Das Essen ist schon etwas gewoehnungsbeduerftig und ich habe danach vorsichtshalber einen Schnaps getrunken, da die dort natuerlich nicht die gewohnten hygienischen Verhaeltnisse haben. Und das Fleisch, was man absolut nicht kauen konnte, hab ich einfach den Hunden gegeben. Aber insgesamt war es echt eine schoene Erfahrung; man sitzt dann vor dem Hauseingang oder auf der Strasse, Nachbarn kommen vorbei und gesellen sich dazu, ueberall spielen Kinder und viele tanzen einfach auf der Strasse und natuerlich sieht man viele Hundewelpen.

@Vera: Ich glaube, dass sich die Berichte fuer einen Nicht-Mediziner immer noch heftiger anhoeren als sie sind. Menschen sterben sieht man auch in deutschen Krankenhaeusern, das bringt halt der Beruf mit sich. Und das mit anzusehen ist nie schoen, egal wie alt man ist. Aber ich finde es nicht schlimm, solange es keine Kinder sind, da es irgendwie zum Leben dazu gehoert. Und verglichen mit vielen Menschen hier habe ich eines der schoensten Leben ueberhaupt. Und wir haben glaub ich noch eine andere Vorstellung von Elend als viele Afrikaner. Manchmal denkt man, mein Gott, haben die ein schreckliches Leben und dann erzaehlen sie dir wie gluecklich sie sind und dass sie einen so tollen Job haben usw. Von daher finde ich es nicht schwer das alles zu verpacken. Brauchst dir also keine Sorgen machen:-)

Die Weihnachtsvorbereitungen sind hier uebrigens auch schon im vollen Gange, ueberall kann man Weihnachtschmuck und -suessigkeiten kaufen und die Leute stellen Plastiktannenbaeume mit Kunstschnee auf, echt witzig. Weihnachtsgefuehle kommen bei uns aber so gar nicht auf, obwohl wir schon Lichterketten in unserem Zimmer aufgehaengt haben und fleissig Geschenke fuer die Leute hier kaufen. Fuehlt sich eher so an wie ein verlaengerter Sommer...

So, jetzt muss ich aber fix zum Strand und hoffe, dass Michis Baumassnahmen fertig sind.

Liebe Gruesse an alle auch von Michi! Alina

 

25.11.07 09:50


Es ist Sommer!

Endlich! Diese Woche hat es zwei Tage fuerchterlich geregnet und ich wollte echt mein Geld zurueck haben, denn so ein Wetter habe ich 300 Tage pro Jahr in Muenster. Aber ab heute ist strahlender Sonnenschein. Durch den Wind merkt man manchmal gar nicht wie stark die Sonne ist, ich muss mir unbedingt einen Hut kaufen, hatte letztes WE schon einen leichten Sonnenbrand auf dem Kopf.

Diese Woche war nicht weniger ereignisreich als die letzte. Wir haben wieder im Eerste River Hospital gearbeitet, waren ja nur die Woche davor fuer eine Woche in Delft. Am Dienstag wollten wir eine Lumbalpunktion machen(wem das nichts sagt: lange Nadel in unteren Ruecken um Hirnwasser aus dem Spinalkanal zu entnehmen) und waehrend Michi gerade anfangen will, bemerke ich, dass die Patientin aufhoert zu atmen. Also haben wir unsere erste Wiederbelebung mit Herzmassage und Beatmung gemacht und das auch noch voellig alleine! Ich hab nur nach den Schwestern geschrien, die voellig unproffessionell waren und gar nicht wussten, was sie machen sollen. Wir mussten die anweisen was zu tun ist, obwohl wir die Vorgaenge nur aus dem Buch kennen und die Geraete auch anders als in Dtl. sind. Michi meinte nur, dass sie doch bitte einen Arzt holen sollen und die Schwestern fragten welchen denn. Darauf Michi: Voellig egal, irgendeinen Arzt, wir sind nur Studenten! Na ja, leider ist die Patientin gestorben, aber waere sie so oder so in absehbarer Zeit, da sie HIV und Tuberkulose hatte. Die restliche Woche war auch relativ anstrengend, in unserem Nachtdienst wurden wir doch allen ernstes um 5 Uhr morgens geweckt um einen Zugang zu legen, nur weil eine Schwester sich weigert das zu tun. Wenigstens waren sie total genervt uns wach zu kriegen, da ich Ohrstoepsel hatte un Michi einen tiefen Schlaf:-) Naechste Woche werden wir dann schon wieder in eine andere Klinik routieren, diesmal nach Helderberg. Bis vor kurzem hiessdas noch Hottentotten, aber der Name sei nicht mehr politisch korrekt. Schade, ich haette so gerne gesagt, dass ich mal bei den Hottentotten war.

Hier in der Lodge haben sich auch mittelschwere Dramen unter den Leuten abgespielt, wie das halt immer so ist in einer grossen Gruppe von Menschen. Ansonsten haben wir unsere Freizeit mit einem Livekonzert am Strand verbracht, auf Maerkten und heute Nachmittag war Kindergeburtstag am Pool, von dem ich gerad etwas erledigt bin. Mag aber auch an der Party von gestern liegen...

Ach, uebrigens haben wir seit letzter Woche ein neues Auto! Von einer Krankenschwester aus der Klinik. Erst drei Jahre alt und im guten Zustand. Mit dem werden wir dann auch nach Namibia fahren.

Wuensche euch allen ein schoenes restliches WE mit etwas Sonne!Liebe Gruesse, Alina

 

17.11.07 17:05


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